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Mangelernährung bei älteren Menschen: Signale, die du siehst

Veröffentlicht: 2024-12-04 · 5 Min. Lesezeit
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Kurz gefasst

Mangelernährung bei älteren Menschen entwickelt sich schleichend und wird oft erst entdeckt, wenn ein Sturz oder Krankenhausaufenthalt das Ausmaß sichtbar macht. Du als Therapeut:in siehst die Person zu Hause — und damit Signale, die in der Hausärzt:innensprechstunde nicht sichtbar werden.

10–15%
selbstständig lebender Älterer mit Mangelernährung
höheres Sturzrisiko bei Mangelernährung
Wundheilung, Infektabwehr, Muskelmasse
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Warum es leicht übersehen wird

„Im Alter braucht man weniger." Dieser Mythos hält sich hartnäckig — auch unter Fachleuten. In Wahrheit steigt der relative Eiweißbedarf älterer Menschen sogar, während Appetit, Geschmackssinn und Mobilität abnehmen. Die Lücke entsteht oft unbemerkt: jemand isst weiterhin „etwas", aber nicht mehr genug Qualität, nicht mehr genug Eiweiß, nicht mehr regelmäßig.

Achtung: Gewichtsverlust bei normalem BMI ist genauso ernst wie bei Untergewicht. Verlust von Muskelmasse zählt mehr als die Zahl auf der Waage.

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Signale, die du als Erste:r siehst

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Mehr als ein Ernährungsproblem

Essen ist Aktivität. Wer das Kochen verliert, verliert oft die Mahlzeit.

Die ergotherapeutische Brille macht den Unterschied: Mangelernährung ist selten ein reines Wissensdefizit. Es geht um die Aktivität rundherum — Einkaufen, Vorbereitung, gemeinsames Essen. Hilfreich kann sein, eine kleine Anpassung in der Küche zu machen, einen Lieferservice zu organisieren oder eine soziale Mahlzeit pro Woche einzuführen.

Konkrete Schritte

1. Beobachten

Schau in die Küche — diskret, aber aufmerksam. Was findet sich, was fehlt?

2. Benennen

Erwähne deine Beobachtung ohne Wertung. „Mir fällt auf, dass…"

3. Verbinden

Vermittle den Kontakt zur Diätassistenz oder zum Hausärzt:innenteam.