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Demenz zu Hause: hier macht Ergotherapie den Unterschied

Veröffentlicht: 2024-06-10 · 7 Min. Lesezeit
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Kurz gefasst

Die Mehrheit der Menschen mit Demenz lebt zu Hause — und das oft länger, als die Umgebung erwartet. Ergotherapie kann hier den entscheidenden Unterschied machen, vor allem indem sie pflegende Angehörige stärkt und Routinen am Leben erhält.

70%
der Menschen mit Demenz leben zu Hause
längere Selbstständigkeit durch ergotherapeutische Begleitung
Belastung Angehöriger bei strukturierter Tagesgestaltung
1

Zwei Klient:innen statt einer

Bei Demenz zu Hause arbeitest du fast nie nur mit der Klient:in selbst. Pflegende Angehörige sind genauso beteiligt — und mindestens genauso belastet. Das ergotherapeutische Programm muss beide im Blick behalten: die Person mit Demenz und die Person, die sie unterstützt.

Wichtig: Eine Intervention, die für die Klient:in funktioniert, aber die Angehörige überfordert, hält nicht. Tragfähigkeit der Umgebung ist Teil des Behandlungsplans.

2

Routinen statt Übungen

Bei Demenz wirkt nicht das gezielte Training einer Funktion, sondern die strukturelle Unterstützung des Alltags. Welche Routinen funktionieren noch? Welche kleine Anpassung hält eine Tätigkeit am Laufen, statt sie zu ersetzen?

3

Das Gespräch mit der Familie

Was übrig bleibt, ist wichtiger als was verloren geht.

Angehörige stehen oft unter immensem Druck, „etwas zu tun". Eine wichtige therapeutische Aufgabe ist, den Fokus zu verschieben: weg vom Bekämpfen der Krankheit, hin zum Bewahren von Würde und gemeinsamen Momenten. Das verändert die ganze Atmosphäre zu Hause.

Praxispunkte für den Hausbesuch