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Ergotherapie bei Handarthrose: Schmerzlinderung und Gelenkschutz

Veröffentlicht: 2026-04-05 · 6 Min. Lesezeit
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Kurz gefasst

Handarthrose ist kein passiver Verschleiß, sondern ein aktiver Prozess — Bewegung innerhalb der Schmerzgrenze ist therapeutisch sinnvoll. Der ergotherapeutische Mehrwert liegt im frühen Beginn und in der Wiederherstellung bedeutungsvoller Tätigkeiten, nicht im Bekämpfen der Erkrankung selbst.

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Was Handarthrose ist — und was nicht

Handarthrose ist eine der häufigsten degenerativen Gelenkerkrankungen und betrifft besonders Frauen in der zweiten Lebenshälfte. Trotz der hohen Prävalenz wird sie ergotherapeutisch oft erst spät behandelt — nämlich dann, wenn alltägliche Tätigkeiten wie das Öffnen einer Schraubdose, das Schreiben oder das Anziehen schon deutlich eingeschränkt sind.

Lange galt Arthrose als rein passiver Verschleißprozess. Aktuelle Forschung zeigt: Arthrose ist ein aktiver biomechanischer und entzündlicher Prozess. Das erklärt, warum radiologische Befunde und Schmerzempfinden oft nicht übereinstimmen.

Häufiger Fehler: Schonung allein bringt das Gelenk nicht weiter. Die Botschaft an Klient:innen lautet nicht „weniger machen", sondern „klüger dosieren".

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Die ergotherapeutischen Säulen

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Das Gespräch über Selbstständigkeit

Für viele Klient:innen ist Handarthrose nicht primär ein Schmerzproblem, sondern ein Autonomieproblem.

„Ich kann meinen Enkel nicht mehr hochheben." „Ich traue mich nicht mehr, alleine zu kochen." Hier liegt die Kernkompetenz der Ergotherapie: nicht die Erkrankung behandeln, sondern die bedeutungsvollen Tätigkeiten wieder ermöglichen. Das verlangt sorgfältiges Erfragen — nicht nur, was jemand nicht mehr kann, sondern auch, was das persönlich bedeutet.

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Multidisziplinäres Denken

Gute Arthrosebehandlung ist selten monodisziplinär. Hausarzt oder Rheumatologe steuern Medikation, Physiotherapie arbeitet an Kraft und allgemeiner Belastbarkeit, die Ergotherapie übersetzt all dies in den Alltag. Kurze Wege und gemeinsam abgestimmte Behandlungsziele verhindern widersprüchliche Empfehlungen — eine Klientin, die von der Physiotherapie „mehr bewegen" und von der Ergotherapie „schonen" hört, gibt schnell auf.

Praxispunkte für die nächste Befundaufnahme