Gehirnerschütterung: warum die Erholung selten linear verläuft
Auf den Punkt
80% der Menschen erholen sich innerhalb von 4 Wochen nach einer leichten Gehirnerschütterung. Für die übrigen 20% gilt: Ruhe wirkt kontraproduktiv, gestaffeltes Aktivieren wirkt.
Der alte Rat ist überholt
"Im Dunkeln bleiben, kein Bildschirm, nichts tun bis es vorbei ist" — dieser Rat verzögert die Erholung. Seit 2015 international: schrittweises Aktivieren ist die Leitlinie.
Pacing als Kernintervention
Nicht Symptome vermeiden, sondern als Feedback nutzen. Konkrete Tages- und Wochenplanung mit allmählicher Steigerung verhindert Boom-Bust-Muster.
Arbeit und Schule
Wiedereingliederung ist kein "wieder anfangen", sondern ein gestufter Plan, der bereits beginnt, bevor die volle Leistung verlangt wird.