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Ergotherapie bei MS: Erschöpfung als Hauptsymptom

Veröffentlicht: 2024-11-08 · 7 Min. Lesezeit
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Kurz gefasst

Bei MS ist Erschöpfung („Fatigue") für viele Klient:innen einschneidender als motorische Symptome. Energiemanagement ist daher oft die wichtigste Intervention — und benötigt einen anderen Zugang als bei Burnout oder allgemeiner Müdigkeit.

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Fatigue ist nicht Müdigkeit

MS-bezogene Fatigue tritt häufig unabhängig von körperlicher Anstrengung auf, nimmt im Tagesverlauf zu und verschwindet nicht durch Schlaf. Sie ist eines der quälendsten Symptome — und eines der am schwersten zu vermittelnden, denn von außen sieht man nichts.

Häufige Falle: Hitzeempfindlichkeit (Uhthoff-Phänomen). Ein heißes Bad, ein warmer Sommertag oder schlicht eine Erkältung können Symptome verstärken. Plane das aktiv mit ein.

2

Energiemanagement in der Praxis

Die vier P-Strategien sind nicht nur ein Akronym, sondern eine konkrete Arbeitsweise:

3

Kognitive Symptome ernst nehmen

Die kognitive Belastung ist oft die unsichtbarste, aber alltagsbestimmendste Veränderung.

Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit und Wortfindung können bei MS ohne klassische Schübe schleichend abnehmen. Klient:innen schämen sich oft dafür und kompensieren still. Frage explizit danach — und biete praktische Strategien: Aufgaben aufteilen, Reize reduzieren, externe Gedächtnishilfen.

Multidisziplinär bleiben

MS ist immer eine teamzentrierte Erkrankung. Neurolog:in, MS-Pflegekraft, Physio, Logopäd:in, Psycholog:in — abhängig von der Phase. Deine Rolle als Ergotherapeut:in: die Verzahnung im Alltag. Was alle Therapeut:innen einzeln empfehlen, muss zu Hause zu einem stimmigen Tag passen.

Praxispunkte